Edgar Dacque

deutscher Paläontologe, Geologe und Naturphilosoph; Hauptkonservator der Paläontolog. Staatssammlung in München; Erneuerer der romant. Naturphilosophie und der idealist. Morphologie; Veröffentl. u. a.: "Natur und Seele", "Natur als Symbol", "Das Leben als Symbol"

* 8. Juli 1878 Neustadt an der Hardt (heute Neustadt an der Weinstraße)

† 14. September 1945 München

Wirken

Edgar Dacqué wurde am 8. Juli 1878 in Neustadta Hardt. geboren. Er habilitierte sich 1912 als Paläontologe an der Universität München und gab zunächst eine Reihe durchaus nüchterner und sachlich gehaltener fachwissenschaftlicher Werke heraus. In vollkommenem Gegensatz zu diesen Arbeiten steht dann das 1924 veröffentlichte Buch "Urwelt, Sage, Menschheit", in dem D. von der Naturwissenschaft zur metaphysischen Naturphilosophie übergeht. Kritik und Ablehnung im eigenen Lager waren so heftig, daß D. sich veranlaßt fühlte, seine Universitätslaufbahn aufzugeben (1925), nachdem er 1920 zum außerordentlichen Professor ernannt worden war. Seine Stellung als Hauptkonservator der Paläontologischen Staatssammlung in München behielt er bei.

Erneute Auseinandersetzungen veranlaßten D.'s zweites naturphilosophisches Werk "Natur und Seele" und ein drittes "Natur als Symbol", 1928 erschienen. Ein Jahr später folgte das kleinere Werk "Das fossile Lebewesen", das eine unübertreffliche Einführung in die Versteinerungskunde gibt. ...